Rico Strong wurde am 29. Juli 1984 in Detroit, Michigan, geboren. Er wuchs in einem eher konservativen Umfeld auf, in dem über Sexualität offen zu sprechen tabu war. Schon als Teenager entwickelte er jedoch ein ausgeprägtes Interesse an körperlicher Fitness und Tanz. Nach seinem Highschool-Abschluss zog er nach Los Angeles, um eine Karriere als Tänzer zu verfolgen. Er arbeitte zunächst in Clubs und trat bei kleineren Veranstaltungen auf, was ihm half, erste Kontakte zur Unterhaltungsbranche zu knüpfen.
Der Einstieg in die Pornoindustrie erfolgte für Rico Strong eher zufällig. Bei einem Casting für ein Musikvideo lernte er einen Talentscout einer großen Erwachsenenfilm-Produktionsfirma kennen. Der Scout erkannte sein sportliches Auftreten und seine natürliche Ausstrahlung und bot ihm eine Rolle in einem kommerziellen Film an. Rico zögerte zunächst, da er Bedenken wegen der gesellschaftlichen Stigmatisierung hatte, entschied sich aber nach reiflicher Überlegung für einen Probetermin. Seinen ersten Auftritt absolvierte er 2006 unter dem Pseudonym „Rico Strong" – ein Name, der seine kraftvolle Präsenz widerspiegeln sollte.
Bereits nach wenigen Dreharbeiten wurde Rico Strong für seine authentische Performance und seine Disziplin am Set geschätzt. Er arbeitete mit renommierten Studios wie Evil Angel und Brazzers zusammen. Besonders gefragt war er in der Genres Interracial und POV. Sein Durchbruch kam 2010 mit einer Serie, die auf einer realen Begegnung basierte: Er hatte eine persönliche Vorliebe für lockere, ungezwungene Szenen, was die Zuschauer als besonders echt empfanden. In Interviews erklärte er später, dass er jede Szene wie ein echtes Erlebnis angehe, nicht wie eine choreografierte Show.
Nach mehr als zehn Jahren in der Branche zog sich Rico Strong zeitweise aus dem Rampenlicht zurück, um an seinen körperlichen und mentalen Grenzen zu arbeiten. Er absolvierte eine Ausbildung zum Fitnesstrainer und eröffnete ein eigenes kleines Studio in Las Vegas. In dieser Zeit begann er auch, sein eigenes Bildmaterial zu produzieren und über soziale Medien direkt mit Fans zu interagieren. Er betonte stets, dass Authentizität und Selbstbestimmung für ihn nicht nur auf der Leinwand, sondern auch privat wichtig seien. Sein Rückzug aus der Hauptindustrie diente ihm dazu, neue kreative Freiheiten zu gewinnen, ohne sich an Studio-Vorgaben halten zu müssen.
Rico Strong legt großen Wert auf gegenseitiges Einverständnis und Wohlbefinden aller Beteiligten am Set. In einem persönlichen Blogbeitrag schilderte er, wie er vor jeder Szene ein ausführliches Gespräch mit seinen Co-Darstellern führt, um Ängste abzubauen. Diese Praxis entwickelte er aus eigener Erfahrung, da er zu Beginn seiner Karriere selbst unter Druck gesetzt wurde. Heute gilt er als einer der wenigen Darsteller, die regelmäßig Workshops zu safer Sex und Kommunikation in der Erwachsenenfilmindustrie geben. Sein persönlicher Werdegang – vom unsicheren Newcomer zum selbstbewussten Produzenten – prägt dabei jede seiner Entscheidungen.
In Interviews berichtete Rico Strong offen über die Herausforderungen, die mit seinem Beruf einhergehen. Sein engster Freundeskreis wusste lange Zeit nichts von seiner Tätigkeit. Nachdem er sich 2015 entschloss, öffentlich zu seiner Arbeit zu stehen, kam es zu Spannungen innerhalb seiner Familie. Besonders seine Mutter hatte anfangs große Schwierigkeiten, den Beruf ihres Sohnes zu akzeptieren. Rico erzählte, dass er geduldig das Gespräch suchte und ihr schließlich durch ein persönliches Treffen mit einem Kollegen verdeutlichte, dass es sich um eine ernsthafte Profession handele. Diese Erfahrung prägte sein Engagement für Aufklärungsarbeit in Sachen Pornografie und Tabus.
Seit 2022 arbeitet Rico Strong verstärkt an eigenen Kurzfilmen, die elementare Aspekte zwischenmenschlicher Beziehungen abseits von Klischees thematisieren. Er reist dafür in verschiedene Städte und dokumentiert reale Begegnungen mit Menschen, die er über Social-Media-Plattformen kennenlernt. Sein erklärtes Ziel ist es, die Grenzen zwischen Fiktion und Authentizität weiter zu verwischen. Privat lebt er mit seiner langjährigen Partnerin in Arizona, mit der er einen kleinen Hof betreibt. Seine persönliche Erfahrung von Vorurteilen und Akzeptanz hat ihn zu einem Fürsprecher für mehr Offenheit innerhalb der Gesellschaft gemacht.